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 Chronik
„100 Jahre Schlaraffia, 2. Band“

Reychs Nr. 312
Schlaraffia „Am Eschenwege“ (Eschwege/Werra)
gegründet 29. 10. a. U, 90 (1949)


1948 war es; die Währungsreform war überstanden.
Das stille Landstädtchen Eschwege, einst in der Mitte des Deutschen Reiches gelegen, war zu einer Grenzstadt geworden, an der Werra unmittelbar an der Zonengrenze. Zuflucht war es geworden für viele, die die Heimat verlassen mußten und hart hinter der Grenze haltmachten.
So trafen sich in Eschwege zwei alte Schlaraffen: der R. Contra-Mine der Widerspruchslose (Wilhelm Hippius), früher Sasse der h.R. Molhusia,
vor einem erzwungenen Austritt lange Jahre Oberschlaraffe dieses Reyches; und der Ritter Bilanz der Vielbeschäftigte (Erich Seel),
einst langjähriger Marschall des Reyches Francofurta. Zu den beiden gesellten sich die Junker Alfredo (ehemals Regismontana) und Hanns (ehemals Sedina) und ferner zwei noch junge Sassen, die bei der bereits wieder regelmäßig sippenden Athenae Gottingenses als Knappen aufgenommen waren:
der Junker Hellmuth, der spätere Rt Dr. Mirakel (Dr. Hellmuth Schlechtriem), der Sohn des Ritters Cerberus der Klamottenkrösus, des früheren Erb-Oberschlaraffen der h.R. Barmenia, sowie der Knappe 67, der spätere Rt. Don Chaussee das kliametrische Finche (Karl Kilian).
Da auch der R. Contra-Mine dem Reyche Athenae Gottingenses angehörte,
bei dem er seine Mitgliedschaft in der Schlaraffia erneuert hatte,.
wurden die Sippungen dieses Reyches von den im uhufinsteren Eschwege hausenden Sassen fleißig besucht. So reifte in ihnen, die von den Freunden der Athenae Gottingenses beraten und ermutigt wurden, bald der Plan, dem Uhu im alten Werrastädtchen ein Nest zu bauen.
Es war eine harte Zeit. Das bescheidene Eschwege bot nicht gerade ideale Vorbedingungen für die gedeihliche Entwicklung eines Reyches.
Trotzdem faßte die kleine Runde in einer Besprechung in der Heimburg des Junkers Hellmuth, ermutigt und gefördert vom alten Cerberus, den kühnen Entschluß: sie eröffnete das Feldlager "Unter dem Leuchtberg",
zu dem sich bald weitere Freunde einfanden.
Da nun die h. Athenae Gottingenses bei überprüfenden Besuchen der Feldlagerzusammenkünfte feststellte, daß sich in diesem Kreise allmählich die Voraussetzungen für das Erblühen schlaraffischen Wesens entwickelten, ersuchte das Reych beim Deutschen Schlaraffenrat die Genehmigung zur Gründung einer Colonie im bislang uhufinsteren Eschwege.

Die Gründungsbewilligung
wurde am 29. des Lethemonds a. U. 90 (1949) für die Colonie "Am Eschenwege" mit der Nummer 312 erteilt. Mit 21 Erzschlaraffen begann die junge Colonie in der Winterung a. U. 90/91 (1949/50) den Reigen ihrer Sippungen, unterstützt und beaufsichtigt von der stolzen Mutter Athenae Gottingenses
und großmütterlich betreut vom h. Reyche Chasalla.
Am 28. des Eismondes a. U. 91 (1950) wurde gar festlich die Gründungsfeier begangen; und am 5. des Wonnemonds a. U. 92 (1951) zelebrierte in feierlicher Weise als Beauftragter des Deutschen Schlaraffenrates Erb-Oberschlaraffe "Unser llling der Potsdamer" der h. Brema die Sanktion des Reyches "Am Eschenwege", das sich mit 34 Sassen inzwischen zu einem gar stattlichen Reis am stolzen Baume Uhus entwickelt hatte. Zahlreiche zur Sanktion eingerittene Fähnlein und Sassen von nah und fern legten Zeugnis ab dafür, daß das Grenzlandreych bereits manchen treuen Freund erworben hatte. Besonders eng waren und sind natürlich die freundnachbarlichen Beziehungen zwischen Großmutter, Mutter und Kind, den Reychen 51, 248 und 312, die sich zu schönen gemeinsamen Sippungen hier und dort zusammen¬fanden.
Weiter entwickelte sich das junge Reych unter dem Schutze Uhus.
Zwar blieben auch ihm Schwierigkeiten und Enttäuschungen nicht erspart,
und mancher liebe Freund zog weiter in ferne Gaue. Aber die erfreuliche Zahl von 52 Sassen beim Eintritt in das Jubeljahr des 100jährigen Bestehens unseres stolzen Bundes, das mit dem zehnten Jahre des aufstrebenden Reyches zusammenfällt, läßt eine glückliche Zukunft erhoffen.
Das Reych ist ein bescheidenes Reych und will es auch bleiben.
Die Grenzlandburg, in der bereits die Gründungsfeier abgehalten wurde,
ist nicht Eigentum; aber es wurden in ihr gar stolze Feste gefeiert und viele herrliche Sippungen zelebriert. Die Bande der Freundschaft wurden geknüpft zu den Sassen anderer Reyche durch den "Orden der Johannisritter";
und zu den Freunden jenseits der Zonengrenze, die sich nach der Freiheit schlaraffischen Denkens sehnen,
durch die jährlich wiederkehrende" Thuringia-Sippung", die für manchen alten Ritter von "drüben" unvergeßliche Stunden der Erinnerung bot.
Und wenn einreitenden Sassen vom Thron das Abzeichen für den 10., 25., ja 50. Einritt verliehen worden konnte, dann sind es treue Freunde, die sich im allzeit munteren Reiche "Am Eschenwege", dem Grenzlandreyche, wohlfühlen.
Möge ein gütiges Geschick es geben, daß die wehmütige Bezeichnung "Grenzlandreych" und mit ihr die "Grenze" bald verschwindet.

Anmerkung:
Den vorstehenden Text habe ich aus der Chronik „100 Jahre Schlaraffia, 2. Band“
von den Seiten 568-570 übernommen.
Das Buch stammt aus dem Jahre a.U. 100 (1959)

  

Chronik Allschlaraffia
„Band III“

 


Reychs Nr. 312
Schlaraffia „Am Eschenwege“ (Eschwege/Werra)

Burgen haben seit vielen Jahrhunderten in unserem Werraland eine - sondere Bedeutung gehabt. Sei es, daß sie, im Schnittpunkt von und Seidenstraße ge-legen, den vorbeiziehenden Kaufleuten Schutz boten, oder ihnen als Sitz von Raubrittern das Leben schwergemacht haben. Sei es, daß sie im ständigen Grenzkrieg jahrhundertelang von befestigten Höhen herab den Burgmannen der jeweiligen Fürsten mit ihren Geschlechte das Land und seine Menschen schützen ließen.
Wen wundert es also, daß sich das junge Nachkriegsreych Am Eschenwege für seine Absichten die Grenzlandburg geschaffen hat. Der Name Grenzland hatte immer, und sicher noch in Zukunft, für das Reych eine besondere Verpflichtung. Thüringens Nachbarreyche sind fast unerreichbar für ein normales Sippen im Freundeskreis, wie es nach Norden, Westen und Süden möglich ist. Unsere jährlichen Thuringia-Sippungen, mit oder ohne Freunde von drüben, haben in den Jahren des Bestehens das Reych mitge¬formt und im vergangenen Vierteljahrhundert Höhepunkte mit lachenden und weinenden Augen gehabt.
Eine Burg ist es auch, die in den letzten Jahren an den Tagen der Begeg¬nung mit Freunden, der Johannisritter-Sippung, uns für wenige Stunden ein Hort der Freude und Freundschaft geworden ist: der Fürstenstein. Aus dem 12. Jahrhundert stammt sie, "unsere Hausburg", und mit ihr haben wir auch den jetzigen Eigentümer, den Rt Fürstensteiner "einnehmen" können. Wer vergißt je die Stunden hoch über dem Werratal auf historischem Boden ... Die Festburg am Abend dient in herrlicher Dekoration dem frohen Sippen, Burg Fürstenstein am Vormittag aber der Besinnung auf Tradition und schlaraffische Ideale.
Hier ehren wir unsere Freunde, die Johannisritter. Hier machen wir uns selber Freude.
Mit unserer jetzt eigenen, der dritten Grenzlandburg, haben wir uns aber für das frohe oder besinnliche Schlaraffenspiel einen Ort geschaffen, der auch im Sippungsgeschehen ohne Fest und Festesglanz die Herzen eines jeden Sassen höher schlagen läßt. Durch die Überzeugungskraft einiger Sassen war es gelungen, in Planung und Eigenleistung die nüchtern getäfelte Atmosphäre eines modernen Hotelraumes gegen 400 Jahre alte Gewölbemauern auszutauschen. Viele halfen, auch Freunde aus anderer „Reychen". Am 30.09 a.U. 116 konnten wir nach einer halbjährigen Bauzeit die Burgweihe feyern. Einer fehlte, der "Hauptmotor" - Unser Kranikus. Mit der Kranikusklause, einem gemütlichen Krystallinenraum im Hochzeitshaus, in dem die Burg ist, haben wir ihm eine bleibende Erinnerungsstätte geschaffen.
In der Burg, der Kranikusklause und anderen Nebenräumen unseres "Spielplatzes" können wir nun bis zu 120 Personen, beispielsweise zu den Begrüßungsabenden der Johannisritter-Sippung, willkommen heißen und selbst bewirten. Darunter auch Freunde wie Rt Minn-Aha (324) und andere Sassen der Lulucerna, denen wir in der Gestaltung der Johannisritter-Sippung vieler Jahre Dank schulden. Dazu gehören aber auch die vielen Freunde unseres Reyches, die mit uns zusammen bei allen Gelegenheiten unser Spiel gespielt und die Grenzlandburg in echt schlaraffischer Romantik erlebt haben.
War das Reych a. U. 100 bei der Knappenzahl 51 angelangt, so zählen wir heute fast das Doppelte. Junge Ritter haben in den letzten Jahrungen wichtige Funktionen übernommen, erfahrene Recken stehen ihnen zur Seite. Gerade ein Grenzlandreych muß beweglich bleiben, meint das Reych.

Anmerkung:
Den vorstehenden Text habe ist aus der „Chronik Allschlaraffia“ , hier die Seiten 414/415
Das Buch stammt aus dem Jahre 1984.
Der Verfasser ist der Rt. Caspar (51), der auch einige Jahre Sasse in unserem Reych war.

 

 

Chronik Allschlaraffia
150 Jahrungen Allschlaraffia „Band IV“

 

Reychs Nr.312
Schlaraffia „Am Eschenwege“ 

Im Rückblick auf die vergangenen 25 Jahrungen schreibt der Chronist
die Geschichte des ehemaligen „Grenzlandreyches” fort, welches in seiner „Grenzlandburg” noch heute an die Reyche hinter dem sog. „Eisernen Vorhang” erinnert. Die berühmten „Thuringia-Sippungen” gestalten die Reyche in Thüringen inzwischen selbst.
Die Uhufinsternis ist beseitigt.Das Reych 312 an der Werra feiert seine Sippungen und Ereignisse  - seit a.U. 117 - im historischen „Herrenkeller”  des  1578  vollendeten  „Hochzeitshauses” der Stadt  Eschwege in alter 
Heimatverbundenheit. Dieses manifestiert sich in den Reychsfarben blau/weiß, den allseits beliebten Dietemann Ahnen (Wahrzeichen der Stadt), manchem Titul, vor allem aber mit den seit 52 Jahrungen am Heimatfest,
dem jahrhundertealten  „Johannisfest”,  wiederkehrenden  „Johannisritter-Sippungen”. Sie gelten über die Gemarkungen hinaus als schlaraffische  Höhepunkte der Jahrungen und als begehrtes Ziel vieler Einritte.
Diese Sippungen der „Johannisritter” bewertete die lokale Presse in unserem Sinne als „...großartige Veranstaltung voller Witz und Geist und künstlerischen Genusses.” Satzungsgemäß zählt das Reych stets nur 24 „Johannisritter” aus  verschiedenen Reychen und unterhält zu diesen freundschaftlichste Kontakte. In den vergangenen Jahrungen, so erkennt der  Chronist, sind durch eine Vielzahl regelmäßiger Ausritte und Besuche, nicht nur
mit dem Großmutter- (51) und Mutterreych (248), feste und freundschaftliche Verbindungen mit Reychen und zwischen einzelnen Sassen neu entstanden.
Ihnen verdankt unser Reych einen wachsenden und äußerst tragfähigen Austausch, der in bemerkenswerten und willkommenen Einritten, sowie gemeinsamem Spiel und Feiern Gestalt gewinnt.
So bestimmt diese Tatsache bis heute Persönlichkeiten unseres Umkreises,  dem Lebensbund Schlaraffia beizutreten und unseren allschlaraffischen Idealen im Dienst und Geist Uhus nachzuleben. Es bleibt Zukünftiges gesichert und den Freunden in Ahalla eine gestaltende Nachfolge erhalten. Sie werden jährlich mit einem erinnerungsreichen Gräbergang geehrt.
Im verpflichtenden Gedenken an unsere Ahallarecken stehen hier die  gegenwärtigen Namen unvergessener Ritter für  alle - Rt Lustifex  (langjähriger OS, Mitglied des  DSR),  Don Ckarlos (als letzter EZ a.U. 143 gen Ahalla geritten), Paletti (Kn. 2, Großkristall zum GU, 32 Jahrungen Hofmaler, Ehrenhelm des Reyches Ysenaha), Lydström (Großkristall zum GU, 54 Jahrungen Zinkenmeister), Don Basilio (weithin bekannter Zinkenmeister, Gründer des Burgquintetts). Auch die Reychsfehde gegen das Großmutterreych Chasalla
aregelmäßiger Ausritte.U. 139 auf der Burg Ludwigstein bleibt in Gedanken. Während in der  Sommerung nach altem Brauch rege Krystallinen - überwiegend gestaltet von  der Junkertafel - Kontakte unter den Freunden aufrechterhalten, bringen die Winterungen in der „Grenzlandburg” meist anspruchsvolle, originell gestaltete Sippungen für das Reych an der Werra.
Bedacht werden herausragende Fechsungen nach Auswahl und Entscheid des  OSR in „Das Goldene Buch” aufgenommen. Im Bewusstsein, dass Vergangenes 
in das  Zukünftige von heute führen wird,
stellt sich die Sassenschaft unter Uhus Schutz

Anmerkung:
Den vorsteheneden Text habe ist aus der „Chronik Allschlaraffia“ ,
hier dvon der Seite 383, entnommen

  

Letzte Aktualisierung auf dieser Seite am 30.08.2019        

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